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Die Geschichte der Breddiner Schule

Die Geschichte der Breddiner Schule lässt sich lückenlos bis ins Jahr 1662 verfolgen. Unter dem Großen Kurfürsten entschlossen sich der Dorfpastor und alle Ortsansässigen, neben dem alten Pfarrhaus ein Schulgebäude zu errichten. Dieses Schulhaus wurde in dörflicher Gemeinschaftsarbeit errichtet und tat seinen Dienst bis zum Beginn unseres Jahrhunderts.

 

Die Tradition, ganz hinter der Schule und ihrer Probleme zu stehen, zeigte sich beim Bau des Schulhauses nach der Wende ins 20. Jahrhundert. So leisteten die Bauern freiwillige Gespanndienste. Bis aus Havelberg und Nitzow wurden Ziegel herbeigeschafft, kostenlos wurde beim Dachdecken geholfen und oft genug säuberten Mütter oder Väter die Schulräume, damit pünktlich nach den Ferien der Unterricht wieder aufgenommen werden konnte.

 

Nach dem II. Weltkrieg verdoppelte sich die Einwohnerzahl in Breddin durch den Zuzug vieler Vertriebener aus den deutschen Ostgebieten. Unter der Leitung der Herren Wilbrandt und Muttczall musste zeitweise in 4 mehrere hunderte Meter voneinander entfernt liegenden Unterrichtsgebäuden unterrichtet werden. Darum war man sehr froh, als wieder durch die tatkräftige Unterstützung der Gemeinde am 1. September 1959 die „Neue Schule“ eingeweiht werden konnte. Damit wurden nach und nach die Schulstandorte Görike, Barenthin, Kötzlin, Schönermark, Joachimshof und zuletzt auch Stüdenitz aufgegeben.

 

Traditionsgemäß besuchen seit dem Beginn der 60iger Jahre die Kinder aus diesen Orten die Breddiner Schule.

 

In den folgenden Jahren wechselten die Schulleiter, Nachfolger von Herrn Muttczall wurden Herr Schultze, Herr Bodin, Frau Warda, Herr Kesselheim und Herr Link.

 

Nach der Wende wurden neue Schulstrukturen geschaffen. 1990 wurde Herr Maruhn zum Schulleiter der Gesamtschule Breddin berufen. Nach dem es dann kurzfristig zur Trennung von Grundschule (Leiter Herr Ratschke) und Gesamtschule (Leiter Herr Maruhn) kam, wurde die Schule 1994 wieder zur Grund- und Gesamtschule Breddin unter Leitung von Herrn Maruhn vereinigt.

 

In den folgenden Jahren arbeiteten Schüler, Eltern und Lehrer an der Herausbildung des Profils der Breddiner Grund- und Gesamtschule. So begann 1994 der Ganztagsbetrieb an der Sekundarstufe (Klasse 7 – 10), womit die Breddiner Schule zu den Vorreitern im Land Brandenburg gehörte. Zeitgleich begann man mit dem Einführen des „Gemeinsamen Unterrichts“, d.h. Kinder mit Lernbehinderungen oder emotionalen Störungen wurden im Unterricht integriert und teilweise nach dem Rahmenplan der Allgemeinen Förderschule unterrichtet. 1994 wurde der Grundschulteil auf Antrag zur Verlässlichen Halbtagsschule, d.h. Ganztagsangebote im Bereich der Grundschule.

 

Im Jahre 2006 musste die Gesamtschule Breddin auf Grund des allgemeinen Rückgangs der Schülerzahlen und der gleichzeitigen gesetzlichen Forderung einer Zweizügigkeit ab Klasse 7 schließen.

 

Die Grundschule Breddin (in Form der Verlässlichen Halbtagsgrundschule) ist ein fester Bestandteil der Schulentwicklungsplanung des Amtes Neustadt/Dosse sowie des Landkreises Ostprignitz – Ruppin.

 

Im Schuljahr 2012/13 entschied sich das Kollegium der Löwenzahn Grundschule am Pilotprojekt „Inklusion“ teilzunehmen. Das sind wieder neue Herausforderungen, denen wir uns stellen und die unsere Schule und die Schulstruktur weiterentwickeln.